Jahrgänge 8 – 10

Abschlussprüfungen in der Mittelstufe

Die Mittelstufe umfasst die Klassen 8 bis 10. Am Ende von Klasse 9 kannst du deinen Ersten Schulabschluss (ESA) an der STS Horn machen, indem du mündliche und schriftliche Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ablegst.

Wenn du besonders gute Noten hast, kannst du am Ende von Klasse 10 den Erweiterten Ersten Schulabschluss oder den Mittleren Schulabschluss (MSA) erreichen. Hierfür legst du Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ab.

Wenn du in Klasse 10 besonders gute Noten hast, kannst du in die 11. Klasse übertreten. In der 11. Klasse werden alle Schülerinnen und Schüler, die zumeist von verschiedenen Schulen kommen, auf die gymnasiale Oberstufe vorbereitet. Diese Vorbereitung ist wichtig, weil du nur mit einer guten Vorbereitung den Weg bis zum Abitur schaffen kannst.

Wenn du richtig gut bist, kannst du mit dem Abitur der Stadtteilschule an allen Universitäten Deutschlands studieren.

Berufsorientierung in der Mittelstufe 

Am ersten Elternabend im Jahrgang 8 findet eine Veranstaltung in der Aula statt. Hier werden die Eltern über die Inhalte der Berufsorientierung an der STS Horn informiert. Den Anfang bildet immer am 1. Freitag im Schuljahr der „Berufswelt-Tag“, um den SchülerInnen erste Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen und einen Traumberuf zu entwickeln. Im Unterrichtsfach Deutsch wird flankierend das Thema Bewerbungsschreiben und Lebenslauf behandelt. Der Lebenslauf und das Bewerbungsanschreiben wird während der gesamten Schulzeit fortlaufend aktualisiert, durch Praktika etc., so dass jede SchülerIn über aktuelle Bewerbungsunterlagen verfügt.
Im Herbst findet im Jahrgang 8 außerdem eine Projektwoche zur Berufsorientierung statt, in der SchülerInnen befähigt werden, sich einen Praktikumsplatz zu suchen. Dazu gehört aber auch die Durchführung eines Telefontrainings, damit die SchülerInnen an Sicherheit gewinnen und bei ihrer Praktikumssuche die Hemmschwelle des Telefonierens überwinden. Auch hier wird an den Benimmunterricht in der 5. Klasse angeknüpft und sicheres Auftreten ermöglicht. In der Projektwoche treten die SchülerInnen mit Betrieben in Kontakt. Sie partizipieren von Praktikantinnen aus dem Jahrgang 9, was als eine Unterrichtseinheit in die Projektwoche miteinfließt. Zum Einen bietet diese Begegnung eine Hilfestellung für die Praktikumssuchenden, zum Anderen ermöglicht es den PraktikantInnen eine Reflexion ihres Praktikums.
Seit Jahren wird eine Praktikumsdatei geführt und ständig aktualisiert. Diese Datei beinhaltet auch Bewertungen der PraktikantInnen, im Positiven wie im Negativen. Eine große Hilfe für Praktikumssuchende, aber auch für die KlassenlehrerInnen und die Eltern.
Der Unterricht in Arbeit und Beruf beginnt in der 8. Klasse, und natürlich beinhaltet der Unterricht einen großen Praxisanteil. Neben zahlreichen Veranstaltungen werden auch Fähigkeiten in den Werkstätten ausgebaut, dies wird u. a. durch die Teilnahme an den Praxiskursen der Handwerkskammern untermauert. Veranstaltungen, auch die Praxiskurse der Handwerkskammer, werden im Unterricht nach- und vorbereitet. Ab dem Jahrgang 8 nehmen die SchülerInnen jedes Jahr an dem in in der Schule stattfindenden Berufsorientierungstag teil Dort stellen sich ca. 50 VereterInnen aus der Wirtschaft, Innungen, anderen Institutionen vor und bieten somit eine breite Palette an Informationen zu Thema Ausbildung und Studium an. Die Vor- und Nachbereitung wird dem jeweiligen Entwicklungsstandes des Jahrganges geschuldet. Hierfür stehen den TutorInnen zahlreiche Materialien zur Verfügung.

Ein Besuch im Berufsinformationszentrum BIZ in Klasse 8 dient neben dem Kennenlernen der Institution bereits der Kontaktaufnahme mit dem Berufsberater, der den SchülerInnen in regelmäßigen Terminen in der Schule ab der 10. Klasse zu individuellen Beratungsterminen zur Verfügung steht.

In Jahrgang 8 und 9 findet der Mädchen-Workshop „Ausbildung im Handwerk für Mädchen“ statt, bei dem Schülerinnen im vertrauten Rahmen erfolgreiche Handwerkerinnen kennenlernen. Ergänzend dazu findet auch ein Jungenworkshop statt.

Die STS Horn organisiert darüber hinaus Betriebserkundungen, teilweise mit Kooperationspartnern. Die Durchführung einer Bewerbungssimulation und die Teilnahme am Kfz Einstellungstest für interessierte SchülerInnen dienen ebenfalls als Orientierungshilfe, die Teilnahme ist jahrgangsübergreifend, Klasse 8 bis 10.

Vor den Herbstferien findet das erste dreiwöchige Betriebspraktikum im Jahrgang 9mit einer Projektwoche zur Nachbereitung statt und dient dem Kennenlernen der Arbeitswelt und der Auseinandersetzung mit betrieblichen Situationen. Als Vorbereitung wird im Gesellschaftsunterricht die rechtliche Situation von Auszubildenden aufgegriffen, Unternehmensformen beleuchtet und Wirtschaftsprozesse veranschaulicht. Außerdem können Schüler ihre Fähigkeiten und Kompetenzen erfahren und überprüfen. In der Projektwoche findet eine Reflexion des Praktikums sowie eine Aufarbeitung von Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem Praktikum statt. Am Ende des Schuljahres schließt das zweite Praktikum an, auch hier wieder mit einer intensiven Vor- und Nachbereitung. Betreut wird das Praktikum von den KlassenlehrerInnen. Im Konfliktfall kann auf unser umfangreiches Praktikumsadressenarchiv zurückgriffen werden. Durch das Praktikum erfahren die Jugendlichen sich selbst in einem anderen Kontext, erkennen ihre Fähigkeiten und entwickeln Perspektiven. Sie erfassen die Bedeutung des Zeugnisses. Dies alles wirkt sich bei vielen SchülerInnen positiv auf die Schulleistungen aus. Ein zweites Praktikum findet Ende der 9 Klasse statt.

Am Tag der Betriebserkundung haben alle SchülerInnen des Jahrganges 9 die Möglichkeit aus zahlreichen Optionen eine für sie passende Betriebserkundung zu wählen. Nicht nur für die SchülerInnen bietet dies eine weitere Möglichkeit Betriebe kennenzulernen, auch für die begleitenden LehrerInnen ist dies eine wichtige Erfahrung.
In den Jahrgängen 9 und 10 findet die Vorbereitung und der Besuch der Hamburger Ausbildungsmesse „Handwerkswelten“ statt. SchülerInnen erkunden Berufe, orientieren sich auf dem Ausbildungsmarkt und haben Gelegenheit zur Kontaktaufnahme zu Unternehmen.

Die Betreuung des Berufsberaters der Jugendberufsagentur setzt ab Jahrgang 10 ein, wenn Notwendig auch für SchülerInnen aus Jahrgang 9. Ergänzend zu allen Angeboten findet in Jahrgang 10 das zweite Praktikum statt.
Der Unterricht Arbeit und Beruf erweitert jetzt auch das Konzept auf die Lebenspraxis der SchülerInnen. Budgetaspekte, Verschuldungsproblematik, Steuer- und Sozialversicherungsgrundlagen sollen vermittelt werden. Interessierte SchülerInnen werden über individuelle Informationsveranstaltungen beraten, wie beispielsweise das Speed-Dating, die Logistik Börse, etc. Dies wird durch individuelle Betreuung möglich.
Im Jahrgang 10 findet zudem eine persönliche Betreuung jeder einzelnen SchülerIn durch BerufsschullehrerInnen statt, in dessen Rahmen die Erstellung von persönlichen Lebensplänen in Bezug auf die Ausbildung stattfindet. Außerdem erfahren die SchülerInnen Hilfe bei der Bewerbung. Einbezogen wird hierbei auch das gesamte BOSO Team.

Ein Tag in der Woche ist ein Lerntag. Hier besteht die Möglichkeit des berufsbezogenen Unterrichts, Bewerbungstraining, Betriebsexkursionen und EDV Unterricht. SchülerInnen setzten sich durch vertiefende Unterrichtsangebote mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Anschluss an das 10. Schuljahr auseinander.

Neben zahlreichen Informationen über Studium und das duale Studium wird auch eine Studienorientierungsveranstaltung in Kooperation mit der Brüder-Grimm-Schule durchgeführt, hier besteht auch die Möglichkeit eines späteren Campusbesuches.

Im Jahrgang 10 gibt es für SchülerInnen auch die Möglichkeit an einem Praxistag teilzunehmen, der der Orientierung, dem Ausprobieren, der Reflexion von Arbeitserfahrungen, und der Ausbildungsplatzsuche dient. SchülerInnen sollen ihren Neigungen entsprechend bei der Ausbildungssuche unterstützt werden, auch unter Beachtung der persönlichen Ausbildungsreife.
Monatliche BOSO Teamsitzung bieten einen unerlässlichen Bestandteil des Berufsorientierungskonzeptes, die Ausrichtung an sich verändernden Rahmenbedingungen sind notwendig. Alle Beteiligten des BOSO Teams stehen in ständigem Austausch, Erfahrungen werden zusammengetragen, Neuerungen initiiert. Das Abstimmen der einzelnen Maßnahmen ist hierbei Grundlage eines gelungenen Berufsorientierungskonzeptes.